Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie der OP-Tag beim Augenlasern typischerweise abläuft, wie Sie sich darauf am besten vorbereiten können und was Sie unmittelbar nach der Operation erwartet. Der Artikel richtet sich an alle Menschen, die vor einer Laserbehandlung stehen und sich eine klare und realistische Einordnung wünschen.
💡 Gut zu wissen:
- Der OP-Tag beim Augenlasern ist kurz, gut strukturiert und in der Regel schmerzfrei.
- Wichtigste Voraussetzung: Gute Vorbereitung, ruhiges Mitmachen während der OP und konsequente Nachsorge.
- Verschwommenes Sehen und Fremdkörpergefühl direkt danach sind häufig und meist vorübergehend.
Wie kann ich mich auf den OP-Tag vorbereiten?
Einfache Vorbereitungen helfen, den Eingriff reibungslos und entspannt durchzuführen.
Wichtige Punkte sind:
- Kontaktlinsen vor dem Eingriff absetzen, wobei der genaue Zeitraum nach ärztlicher Vorgabe erfolgt. Harte Kontaktlinsen müssen i.d.R. früher abgesetzt werden als weiche.
- Am Vortag (und am Tag der OP) keinen Alkohol konsumieren.Am OP-Tag selbst kein Make-up, keine Gesichtscremes und kein Parfum verwenden.
- Ausgeruht erscheinen, da mentale Ausgeglichenheit einen reibungslosen Ablauf unterstützt.
- Bequeme Kleidung tragen und eventuell eine Sonnenbrille mitnehmen.
- Eine Begleitperson für den Heimweg organisieren.
Was passiert direkt vor der Augenlaser-Operation?
Vor dem Eingriff findet ein letztes Gespräch statt, anschließend werden die Augen vorbereitet.
Typischer Ablauf:
- Kurzes Abschlussgespräch zur Klärung letzter Fragen.
- Lokale Betäubung der Augen mit Augentropfen.
- Platzierung auf der OP-Liege.
- Je nach Verfahren kann das Auge fixiert werden, was ein leichtes Druckgefühl auslösen kann.
- Erklärung der nächsten Schritte durch den Arzt.
Wie läuft die Augenlaser-OP selbst ab?
Die Behandlung dauert nur wenige Minuten pro Auge und ist in der Regel schmerzfrei.
Während des Eingriffs:
- Liegen Sie ruhig auf der OP-Liege.
- Der Arzt leitet Sie durch jeden Schritt.
- Es ist wichtig, den Blick zu fixieren und möglichst still zu halten.
- Die Sicht kann etwas unscharf werden.
- Manche Patientinnen und Patienten nehmen bunte Lichtpunkte wahr.
- Ein leichtes Druckgefühl kann auftreten, Schmerzen i. d. R. nicht.

Was passiert unmittelbar nach der OP?
Direkt nach dem Augenlasern ist das Sehen häufig verschwommen, verbessert sich aber normalerweise schrittweise.
Direkt nach dem Eingriff:
- Der Blick wirkt häufig wie durch ein beschlagenes Fenster. Diese Einschränkung bessert sich i. d. R. schnell.
- Ruhe halten ist wichtig.
- Direktes Sonnenlicht sollte gemieden werden.
- Ein Fremdkörpergefühl, vergleichbar mit einem Sandkorn ist normal. Je nach gewähltem Laserverfahren sind diese Symptome weniger stark bis stark ausgeprägt. Das Gefühl lässt i. d. R. innerhalb weniger Tage nach.
Wie verläuft die Heilung in den ersten Tagen?
Vorübergehende Sehschwankungen gehören zur normalen Heilungsphase.
Typische Beobachtungen:
- Vorübergehendes, verschwommenes Sehen ist häufig und ein Teil der beginnenden Heilung.
- Die Sehqualität verbessert sich schrittweise.
- Ein Fremdkörpergefühl ist meist bei PRK am stärksten, moderat bei LASIK und am geringsten bei SMILE.
Handlungsempfehlungen nach der Operation:
- Nicht in den Augen reiben.
- Verordnete Augentropfen konsequent verwenden.
| Normale Symptome | Bitte abklären, wenn |
| Verschwommenes Sehen in den ersten Tagen | Starke Schmerzen auftreten |
| Fremdkörpergefühl | Sehverschlechterung zunimmt |
| Lichtempfindlichkeit | Ausgeprägte Rötung anhält |
| Spannungsgefühl | Eitriges Sekret auftritt |
Checkliste: Der OP-Tag auf einen Blick
- Im vereinbarten Zeitraum vor der Operation keine Kontaktlinsen tragen
- Am OP-Tag kein Make-up, keine Gesichtscreme und kein Parfum auftragen
- Bequeme Kleidung tragen und eventuell Sonnenschutz für die Augen mitnehmen
- Begleitperson organisieren
- Ausgeruht und möglichst entspannt sein
- Augentropfen nach Plan verwenden
Häufig gestellte Fragen zum OP-Tag
Tut Augenlasern weh?
Nein, das Verfahren ist in der Regel schmerzfrei. Die Augen werden mit Betäubungstropfen vorbereitet. Während der Behandlung kann ein Druckgefühl auftreten, Schmerzen werden aber normalerweise nicht empfunden. Nach der OP kann je nach Verfahren ein Fremdkörpergefühl auftreten, das sich aber meist innerhalb weniger Tage bessert.
Wie lange dauert die Augenlaser-OP?
Das Augenlasern dauert meist nur wenige Minuten pro Auge – typischerweise 5-15 Minuten. Der eigentliche Laservorgang ist sehr kurz, der gesamte Aufenthalt im Zentrum dauert jedoch länger durch Vorbereitung und Nachkontrollen, insgesamt etwa 1-2 Stunden.
Wie sehe ich direkt nach der OP?
Direkt nach der OP ist die Sicht oft verschwommen, ähnlich wie durch eine beschlagene Scheibe. Diese Wahrnehmung ist normal und bessert sich in der Regel im Verlauf der Heilung. Das Ausmaß der Verschwommenheit kann je nach gewähltem Verfahren variieren.
Wann kann ich wieder normal sehen?
Häufig ist die Sicht bereits am nächsten Tag deutlich verbessert. Die Dauer ist dabei abhängig vom gewählten Verfahren: Bei LASIK und SMILE oft schon nach 1-3 Tagen, bei PRK kann es 1-3 Wochen dauern. Kleine Schwankungen sind in den ersten Wochen möglich und normal.
Warum darf ich meine Augen nicht reiben?
Reiben kann die Heilung stören. Besonders in den ersten Tagen ist das Auge empfindlich und sollte geschützt werden. Bei LASIK könnte das Reiben den Hornhautflap verschieben. Generell kann Druck auf das Auge den Heilungsprozess negativ beeinflussen und sollte vermieden werden.
Muss ich eine Begleitperson zum OP-Tag mitbringen?
Ja, eine Begleitperson ist dringend empfohlen. Direkt nach der OP ist Ihre Sicht verschwommen und Sie sollten nicht selbst Auto fahren. Die Begleitperson kann Sie sicher nach Hause bringen und bei Bedarf in den ersten Stunden unterstützen. Planen Sie dies im Voraus ein.
Fazit
Der OP-Tag beim Augenlasern ist kurz, gut strukturiert und in der Regel schmerzfrei. Mit der richtigen Vorbereitung – von der rechtzeitigen Kontaktlinsen-Pause über das Verzichten auf Make-up bis zur Organisation einer Begleitperson – verläuft der Eingriff reibungslos. Die eigentliche Operation dauert nur wenige Minuten pro Auge, wobei Sie durch lokale Betäubungstropfen keine Schmerzen verspüren sollten.
Direkt nach der OP ist verschwommenes Sehen und ein Fremdkörpergefühl normal – diese Symptome bessern sich typischerweise innerhalb weniger Tage, abhängig vom gewählten Verfahren. Wichtig ist, die Augen nicht zu reiben und die verordneten Augentropfen konsequent zu verwenden. Mit realistischen Erwartungen und guter Nachsorge steht einem erfolgreichen Eingriff nichts im Wege.
Referenzen
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), & Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA). (2024, Mai). Bewertung und Qualitätssicherung refraktiv-chirurgischer Eingriffe durch die DOG und den BVA – KRC-Empfehlungen. https://bva.dog/krc/qualit.pdf