Augenlasern im Vergleich: SMILE, PRK und LASIK verständlich erklärt

In diesem Artikel erfahren Sie, welche drei Methoden des Augenlaserns es gibt – SMILE, PRK und LASIK – und für wen sie jeweils geeignet sind. Er richtet sich an Menschen mit Fehlsichtigkeit, die sich vor einer Entscheidung erst einmal orientieren möchten.

💡 Die drei Verfahren – kurz erklärt

LASIK (Laser-Assisted In Situ Keratomileusis): Es wird ein dünnes Hornhautläppchen (Flap) präzise eröffnet, darunter formt der Laser die Hornhaut. Häufig mit schneller Seh-Erholung.

PRK (Photorefractive Keratectomy / Photorefraktive Keratektomie): Die oberste Zellschicht der Hornhaut wird entfernt, anschließend wird die Oberfläche gelasert. Ohne Flap, dafür meist längere Heilungsphase.

SMILE (Small Incision Lenticule Extraction): Ein kleines Gewebesegment (Lentikel) wird im Inneren der Hornhaut erstellt und über einen sehr kleinen Schnitt entfernt. Minimal-invasiv, ohne großen Flap.

So können Sie die folgenden Inhalte direkt richtig einordnen: Alle drei Methoden korrigieren Fehlsichtigkeit – aber auf unterschiedliche Weise, mit jeweils eigenen Stärken.

📋 Kernaussagen

  • Kernaussage: SMILE, PRK und LASIK korrigieren Fehlsichtigkeit auf unterschiedliche Weise, mit jeweils eigenen Stärken.
  • Wichtige Einordnung: Die Wahl hängt von Hornhaut, Lebensstil, Sehstärke und Alter ab.
  • Praxis-Tipp: Eine gründliche Voruntersuchung entscheidet, welches Verfahren medizinisch sinnvoll ist.

Was ist der Unterschied zwischen SMILE, PRK und LASIK?

Alle drei Verfahren korrigieren Fehlsichtigkeit, unterscheiden sich aber in Technik, Heilverlauf und Voraussetzungen.

Details:

  • LASIK: Es wird ein feiner Hornhautdeckel (Flap) erstellt, darunter erfolgt die Laserbehandlung.
  • PRK: Die oberste Hornhautschicht wird entfernt, der Laser wirkt direkt an der Oberfläche.
  • SMILE: Im Inneren der Hornhaut wird Gewebe gelöst und durch einen sehr kleinen Zugang entfernt.

Der Unterschied liegt also nicht im Ziel, sondern im Weg dorthin.

Für wen eignet sich LASIK?

LASIK eignet sich besonders für Menschen mit stabiler Sehstärke und ausreichend dicker, gesunder Hornhaut, die sich eine schnelle Erholung wünschen. LASIK wird häufig bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus angewendet. Ein großer Vorteil ist, dass die Sehverbesserung oft schon nach ein bis zwei Tagen alltagstauglich ist.

Gerade für Menschen mit Beruf und Alltag, die schnell wieder einsatzfähig sein möchten, kann LASIK daher eine gute Option sein. Weniger geeignet ist die Methode hingegen bei sehr dünner Hornhaut, da hierfür ausreichend Gewebestärke benötigt wird.

Vorteile

  • Häufig geeignet bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus
  • Gute Option bei normal dicker, gesunder Hornhaut
  • Sehverbesserung oft bereits nach 1–2 Tagen alltagstauglich
  • Geeignet für Menschen mit Beruf und Alltag, die schnell wieder einsatzfähig sein möchten

Nachteile

  • Weniger geeignet bei sehr dünner Hornhaut

Vorteile der LASIK Operation in Frankfurt

Präzise. Präziser. LASIK.

Vorteile LASIK Frankfurtt

Präzise. Präziser. LASIK.

Für wen eignet sich PRK?

Die PRK eignet sich besonders für Menschen mit dünner Hornhaut oder für alle, die keinen Hornhautdeckel (Flap) möchten. Da bei PRK kein Flap entsteht, bleibt die Hornhaut mechanisch stabiler. Deshalb kann PRK auch eine gute Wahl sein, wenn die Augen stark belastet werden, zum Beispiel bei Kontaktsportarten wie Kampfsport.

Zu den Vorteilen gehört außerdem, dass PRK oft auch bei dünner Hornhaut möglich ist. Nachteile sind allerdings, dass die Heilung in der Regel länger dauert als bei LASIK oder SMILE und dass in den ersten Tagen nach dem Eingriff häufiger ein Fremdkörpergefühl sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten können.

Vorteile

  • Kein Flap, daher mechanisch stabilere Hornhautstruktur
  • Oft geeignet für Menschen mit dünner Hornhaut
  • Kann bei Kontaktsportarten (z.B. Kampfsport) eine sinnvolle Option sein

Nachteile

  • Die Heilung dauert meist länger als bei LASIK oder SMILE
  • In den ersten Tagen häufiger Fremdkörpergefühl und Lichtempfindlichkeit

Besondere Einsatzgebiete der PRK: Wann Augen lasern lassen?

Die Wahl in vielen Sondersituationen: PRK-Augenlasern

PRK wird seit vielen Jahren angewendet und gilt als gut etabliertes Oberflächenverfahren.

Für wen eignet sich SMILE?

SMILE eignet sich besonders für Menschen mit Kurzsichtigkeit, die ein möglichst schonendes Verfahren ohne großen Hornhautdeckel wünschen. Da nur ein sehr kleiner Zugang in der Hornhaut nötig ist, bleiben die oberflächlichen Strukturen weitgehend erhalten. Das kann sich positiv auf die Stabilität der Hornhaut auswirken.

Im Vergleich zur LASIK berichten viele Patientinnen und Patienten zudem seltener über trockene Augen. SMILE ist vor allem bei Kurzsichtigkeit und Astigmatismus gut etabliert. Deshalb ist SMILE oft eine interessante Option für sportlich aktive Menschen oder für alle, die besonderen Wert auf eine stabile Hornhaut legen.

Vorteile

  • Sehr kleiner Zugang in der Hornhaut, kein großer Flap
  • Oberflächliche Hornhautstrukturen bleiben weitgehend erhalten
  • Häufig weniger trockene Augen im Vergleich zu LASIK
  • Besonders etabliert bei Kurzsichtigkeit und Astigmatismus
  • Oft interessant für sportlich aktive Menschen oder Personen mit erhöhtem Anspruch an die Hornhautstabilität

SMILE wird häufig gewählt, wenn ein möglichst minimalinvasiver Eingriff gewünscht ist.

-80%

Minimalinvasiv: Der Schnitt ist
weniger als 3mm groß und
dadurch 80% kleiner als bei LASIK

Vergleich des Schnitts bei SMILE PRO vs. LASIK
Award Icon

Komfort: Durch den
deutlich kleineren Schnitt
sinkt das Risiko für
Trockene Augen bei der ReLEx SMILE-Methode
im Vergleich zur LASIK.

Doctor Icon

Hohe Präzision: Moderne
Technologie gewährleistet
exakte Korrektur der
Fehlsichtigkeit und durch den
kleinen Schnitt ist die
Heilungszeit sehr kurz.

Shield Icon

Keine Einschränkungen: Es
gibt keine
Einschränkungen bei
Aktivitäten oder Berufen –
also auch für Polizisten und
Kampfsportler geeignet.

Vergleichstabellen: Welches Verfahren passt zu mir?

Tabelle: Einordnung der Verfahren

VerfahrenEinordnungWas heißt das für Sie?
LASIKStandardverfahren mit FlapSchnelle Erholung, breite Eignung bei guter Hornhaut
PRKOberflächenverfahren ohne FlapOption bei dünner Hornhaut oder viel körperlicher Belastung
SMILEMinimalinvasives Verfahren mit Mini-ZugangSchonend, oft weniger trockene Augen, besonders bei Kurzsichtigkeit

Detaillierter Vergleich: PRK, LASIK und SMILE

VerfahrenWie läuft der Eingriff ab?HeilverlaufTypische VorteileMögliche EinschränkungenBesonders geeignet für
PRKLaser wirkt direkt an der Hornhautoberfläche, keine SchnittbildungLangsamer (mehrere Tage bis Wochen)Keine Flap-Bildung, stabile HornhautstrukturErste Tage oft unangenehmer, längere ArbeitsunfähigkeitMenschen mit dünner Hornhaut, Kontaktsportler:innen
LASIKFlap wird erstellt, Laserbehandlung darunterSchnell (oft nach 1–3 Tagen alltagstauglich)Rasche Sehverbesserung, breites EinsatzgebietFlap bleibt dauerhaft eine Struktur in der HornhautMenschen mit normaler Hornhaut und Wunsch nach schneller Erholung
SMILEKleiner Gewebeteil wird über Mini-Zugang entferntMittel (meist wenige Tage bis 1–2 Wochen)Kein großer Flap, oft weniger trockene AugenVor allem bei Kurzsichtigkeit etabliertKurzsichtige, sportlich Aktive, Menschen mit Wunsch nach minimalinvasivem Verfahren

Schritt-für-Schritt: So läuft Augenlasern typischerweise ab

  1. Termin zur Voruntersuchung vereinbaren
  2. Messung von Sehstärke, Hornhaut und Augenwerten
  3. Prüfung, ob SMILE, PRK oder LASIK infrage kommen
  4. Aufklärungsgespräch mit individueller Empfehlung
  5. Durchführung des Eingriffs
  6. Nachsorge und Kontrolltermine

Checkliste: Was Sie vor dem Augenlasern beachten sollten

✓ Kontaktlinsen rechtzeitig pausieren (nach ärztlicher Vorgabe)

✓ Aktuelle Brillenwerte bereithalten

✓ Fragen zur Heilungsphase notieren

✓ Berufliche Anforderungen ansprechen

✓ Sportliche Aktivitäten erwähnen

✓ Begleitperson für den Behandlungstag organisieren

✓ Nachsorgetermine fest einplanen

Bei dr.vision berät Sie Prof. Dr. Mehdi Shajari ausführlich über die für Sie geeigneten Augenlaser-Verfahren. Vereinbaren Sie einen Termin für eine professionelle Voruntersuchung und erfahren Sie, welche Methode am besten zu Ihren Augen und Ihrem Lebensstil passt.


FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Verfahrensvergleich

Welche Methode ist besser: SMILE, PRK oder LASIK?

Keine Methode ist grundsätzlich besser, die Eignung hängt von Ihren Augen und Ihren Anforderungen ab. LASIK eignet sich oft bei normaler Hornhaut und dem Wunsch nach schneller Erholung. Die Sehverbesserung ist häufig bereits nach 1-2 Tagen alltagstauglich. PRK ist besonders bei dünner Hornhaut oder hoher mechanischer Belastung der Augen sinnvoll. Das Verfahren kommt ohne Flap aus und ist ideal für Kontaktsportler. SMILE wird häufig gewählt, wenn ein möglichst schonender Eingriff ohne großen Flap gewünscht ist. Es verursacht seltener trockene Augen als LASIK. Welche Methode infrage kommt, zeigt erst die Voruntersuchung. Pauschale Empfehlungen sind nicht sinnvoll, da jedes Auge individuell ist.

Wie lange dauert die Heilung nach dem Augenlasern?

Die Heilungsdauer unterscheidet sich je nach Verfahren. Nach LASIK und SMILE ist die Sehschärfe häufig bereits nach wenigen Tagen alltagstauglich. LASIK-Patienten berichten oft von 1-2 Tagen, SMILE-Patienten von 1-3 Tagen bis zur funktionalen Sehschärfe. Nach PRK dauert die Heilung meist länger, da sich die Oberfläche der Hornhaut neu aufbauen muss. Hier sind 3-7 Tage bis zur alltagstauglichen Sehschärfe realistisch. Die vollständige Stabilisierung kann bei allen Verfahren mehrere Wochen bis Monate dauern: PRK 2-3 Monate, LASIK 2-4 Wochen, SMILE 4-6 Wochen. Schwankungen in der Sehqualität sind in den ersten Wochen normal. Regelmäßige Kontrollen unterstützen einen guten Verlauf.

Ist Augenlasern für sportlich aktive Menschen geeignet?

Ja, besonders PRK und SMILE können bei viel körperlicher Belastung gut geeignet sein. Bei Sportarten mit Körperkontakt oder Stoßbelastung (Kampfsport, Boxen, Rugby) wird häufig ein Verfahren ohne großen Hornhautdeckel bevorzugt. PRK kommt ganz ohne Flap aus und gilt hier als sehr sicher. SMILE hat nur einen sehr kleinen Zugang (2-4 mm) statt eines großen Flaps und ist ebenfalls gut für Kontaktsportler geeignet. LASIK ist nach vollständiger Abheilung des Flaps (ca. 3-6 Monate) ebenfalls für Sport geeignet, bei extremen Kontaktsportarten wird aber oft zu PRK oder SMILE geraten. Entscheidend ist aber immer die individuelle Hornhaut und Augensituation. Eine Voruntersuchung klärt, was medizinisch sinnvoll ist.

Kann Augenlasern auch mit über 40 sinnvoll sein?

Ja, auch im mittleren Alter kann Augenlasern möglich sein, wenn die Voraussetzungen stimmen. Mit zunehmendem Alter spielt Alterssichtigkeit (Presbyopie) eine größere Rolle. Ab etwa 45 Jahren fällt das Sehen in der Nähe zunehmend schwer. Moderne Laserstrategien wie Presbyond (Monovision) können auch den Nahbereich berücksichtigen, indem ein Auge für die Ferne und eines für die Nähe optimiert wird. Ob Augenlasern sinnvoll ist, hängt von Hornhautdicke, Sehstärke und Ihrem persönlichen Sehziel ab. Gerade zwischen 40 und 60 Jahren ist eine besonders sorgfältige Beratung wichtig. Alternativ kann auch ein refraktiver Linsenaustausch (RLA) mit Multifokallinsen in Frage kommen, der gleichzeitig die Alterssichtigkeit und den Grauen Star verhindert.

Bin ich automatisch geeignet, wenn meine Freundin gute Erfahrungen gemacht hat?

Nein, die Eignung ist individuell und hängt von Ihren Augenwerten ab. Auch wenn viele Menschen sehr zufrieden mit Augenlasern sind, unterscheiden sich Augen stark in Hornhautdicke, Form, Sehstärke und anderen Parametern. Was für eine andere Person gut gepasst hat, muss nicht automatisch auch für Sie geeignet sein. Ihre Freundin hatte vielleicht eine Hornhautdicke von 550 Mikrometern und -3 Dioptrien – Sie könnten aber 480 Mikrometer und -6 Dioptrien haben, was ein ganz anderes Verfahren erfordert. Deshalb ist die Voruntersuchung der entscheidende Schritt. Nur hier werden Ihre individuellen Augenwerte präzise gemessen und das passende Verfahren ermittelt.

Welches Verfahren verursacht weniger trockene Augen?

SMILE und PRK verursachen in der Regel weniger trockene Augen als LASIK. Bei LASIK wird ein großer Flap (ca. 20 mm Durchmesser) erstellt, wodurch viele Nervenfasern in der Hornhaut durchtrennt werden. Diese Nerven sind wichtig für die Tränenproduktion. Bei SMILE wird nur ein kleiner Zugang von 2-4 mm gemacht, daher bleiben die meisten Nervenfasern intakt. Studien zeigen, dass SMILE-Patienten seltener über langanhaltende trockene Augen berichten. Bei PRK werden die Nerven an der Oberfläche zwar entfernt, wachsen aber in der Regel gut nach. Wenn Sie bereits vor der Operation unter trockenen Augen leiden, sollte dies in der Voruntersuchung besprochen werden. Häufig wird dann SMILE oder PRK empfohlen.

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