Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK): Methode, Ablauf und Ergebnisse

Prof. Dr. Mehdi Shajari

Prof. Dr. Mehdi Shajari

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Veröffentlicht am Januar 3, 2026

Kurzüberblick

Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist ein seit vielen Jahren etabliertes Verfahren der refraktiven Hornhautchirurgie und wird eingesetzt, um Fehlsichtigkeiten wie Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit) und Astigmatismus (Stabsichtigkeit) zu korrigieren. Das Ziel der Behandlung ist es, die Brechkraft der Hornhaut gezielt so zu verändern, dass das Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen deutlich verbessert wird oder diese im besten Fall ganz entfallen.

Allein in den USA lassen sich Schätzungen zufolge jährlich etwa eine Million Patientinnen und Patienten mittels LASIK operieren. Eine in der Fachzeitschrift „Ophthalmology“ veröffentlichte Studie berichtet von erreichten Zufriedenheitsraten von 95,3 % nach myoper sowie 96,3 % nach hyperoper LASIK-Chirurgie, sodass die durchschnittliche Zufriedenheit nach diesem Eingriff bei 95,4 % liegt.

1. Hintergrund: Warum kommt es zu Fehlsichtigkeit?

Scharfes Sehen setzt voraus, dass einfallende Lichtstrahlen nach der Brechung durch die Hornhaut und Linse exakt auf der Netzhaut gebündelt werden. Ist dieses Zusammenspiel jedoch gestört, entstehen sogenannte Refraktionsfehler. Der Brennpunkt des Lichts liegt dann entweder vor oder hinter der Netzhaut oder verteilt sich auf mehrere Brennlinien, sodass das Bild unscharf oder verzerrt wahrgenommen wird.

Durch das Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen können diese Abweichungen ausgeglichen werden, indem sie die Lichtbrechung außerhalb des Auges korrigieren. LASIK verfolgt jedoch einen anderen Ansatz, denn das Verfahren setzt direkt an der Hornhaut an und verändert deren Form dauerhaft. Auf diese Weise können einfallende Lichtstrahlen nun wieder möglichst präzise auf der Netzhaut fokussiert und somit der Bedarf an externen Sehhilfen reduziert werden.

2. Welche Refraktionsfehler kann LASIK adressieren?

Die LASIK-Chirurgie eignet sich zur Korrektur verschiedener Refraktionsfehler des Auges, die jeweils unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen auf das Sehvermögen haben. Zu den wichtigsten behandelbaren Refraktionsfehlern zählen Astigmatismus, Myopie und Hyperopie, die im Folgenden näher erläutert werden.

Astigmatismus (Stabsichtigkeit)

Astigmatismus entsteht durch eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut, infolgedessen einfallendes Licht nicht mehr in einem Punkt, sondern in Linien oder Flächen gebrochen wird. Betroffene berichten häufig über verzerrtes oder unscharfes Sehen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne. Man unterscheidet zwischen horizontalem und vertikalem Astigmatismus.

Myopie (Kurzsichtigkeit)

Myopie liegt vor, wenn entfernte Objekte unscharf erscheinen, nahegelegene jedoch gut erkannt werden können. Die Ursache ist hierbei häufig ein zu langer Augapfel oder eine zu steile Hornhautkrümmung, wodurch der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt.

Hyperopie (Weitsichtigkeit)

Hyperopie beschreibt das umgekehrte Bild der Myopie. Die Brechkraft des Auges ist im Verhältnis zu seiner Form gering, sodass der Brennpunkt (virtuell) hinter der Netzhaut liegt. Entfernte Objekte können von Betroffenen scharf wahrgenommen werden, nahegelegene hingegen nicht.

3. Eignungskriterien für eine LASIK-Operation

Nicht jede Person mit einer der beschriebenen Refraktionsfehler ist automatisch für eine LASIK-Operation geeignet. Ob der Eingriff infrage kommt, wird im Rahmen einer ausführlichen augenärztlichen Voruntersuchung entschieden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zu den grundlegenden Kriterien zählen unter anderem:

  • Ein Mindestalter von 18 Jahren
  • Bestimmte Situationen, etwa hormonell bedingte Schwankungen der Hornhautparameter durch Schwangerschaft und Stillzeit, können zum Ausschluss des Eingriffs führen
  • Ausreichende Hornhautdicke und regelmäßige Formung
  • Bestimmte systemische oder okuläre Erkrankungen, z.B. trockene Augen, fortgeschrittenes Glaukom, unkontrollierter Diabetes mellitus oder Autoimmunerkrankungen, können ebenfalls gegen eine LASIK-Operation sprechen
  • Klinische Empfehlungen können aktuellen Leitlinien entnommen werden

Insgesamt ist eine sorgfältige individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung durch eine umfassende augenärztliche Voruntersuchung entscheidend für eine sichere Durchführung des Eingriffs.

4. Prinzip und Ablauf der LASIK-Operation

Bei der LASIK-Operation wird zunächst ein Hornhautflap mittels Femtosekunden-Laser erzeugt, um das darunterliegende Hornhautstroma freizulegen. Anschließend wird die Hornhaut mit einem Excimer-Laser präzise umgeformt, um den Refraktionsfehler zu korrigieren. Nach Abschluss der Laserbehandlung wird der Flap nahtlos zurückgelegt, wo er von selbst anheilt.

5. Risiken und Nebenwirkungen

Die LASIK gilt insgesamt als sicheres Verfahren, dennoch bestehen, wie bei allen operativen Eingriffen, potenzielle Risiken. Möglich sind insbesondere flapassoziierte Komplikationen wie Infektionen, Faltenbildung oder eine Verschiebung des Hornhautlappens. Durch sorgfältige Planung und operative Erfahrung des behandelnden Arztes lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren.

Eine seltene, aber klinisch relevante Komplikation ist die postoperative Hornhautektasie, bei der es zu einer fortschreitenden Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut kommen kann.

Häufig beobachtete und meist vorübergehende Nebenwirkungen nach einer LASIK sind unter anderem:

  • Trockene Augen, die in Einzelfällen bis zu sechs Monate anhalten können
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Leichte Reizungen des Auges, Rötungen
  • Fremdkörpergefühl oder Juckreiz

Diese Symptome klingen in den meisten Fällen innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab.

6. Nachsorge: Was Patientinnen und Patienten praktisch beachten sollten

Eine sorgfältige Nachsorge ist entscheidend für eine komplikationsarme Heilung und ein gutes Behandlungsergebnis. Die Patientinnen und Patienten sollten insbesondere folgende Anweisungen beachten:

  • Nicht am Auge reiben und mechanische Belastung vermeiden, auch bei juckenden Augen
  • Augenschutz tragen und verordnete Augentropfen konsequent anwenden
  • Schwimmen/Whirlpool/Sauna sowie potenziell kontaminierte Umgebungen für einen Monat meiden
  • Alle Kontrolltermine zuverlässig wahrnehmen

7. Ergebnisse und Zufriedenheit

Bei geeigneter Indikation erzielt LASIK sehr gute und vorhersagbare Ergebnisse. Ein Großteil der Patientinnen und Patienten erreicht eine deutlich verbesserte unkorrigierte Sehschärfe. Die berichteten Zufriedenheitsraten von über 95 % unterstreichen den hohen Nutzen des Verfahrens und sprechen für eine hohe Akzeptanz. Das individuelle Ergebnis hängt jedoch von der Ausgangsrefraktion, den Hornhautparametern, der präoperativen Diagnostik und der chirurgischen Erfahrung ab.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur LASIK

Für wen ist LASIK geeignet?

LASIK eignet sich für Personen ab 18 Jahren mit stabiler Sehstärke, ausreichender Hornhautdicke und regelmäßiger Hornhautformung. Die Behandlung kann Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus korrigieren. Ausschlusskriterien sind unter anderem Schwangerschaft, Stillzeit, bestimmte Augenerkrankungen wie fortgeschrittenes Glaukom oder schwere trockene Augen sowie systemische Erkrankungen wie unkontrollierter Diabetes oder Autoimmunerkrankungen. Eine ausführliche augenärztliche Voruntersuchung ist entscheidend für die Beurteilung der individuellen Eignung.

Wie läuft eine LASIK-Operation ab?

Bei der LASIK-Operation wird zunächst mit einem Femtosekunden-Laser ein dünner Hornhautflap (Hornhautdeckel) erzeugt und hochgeklappt. Anschließend formt ein Excimer-Laser die darunterliegende Hornhaut präzise um, um den Refraktionsfehler zu korrigieren. Nach der Laserbehandlung wird der Flap zurückgelegt, wo er ohne Nähte von selbst anheilt. Die gesamte Prozedur dauert pro Auge nur wenige Minuten und erfolgt unter lokaler Betäubung mit Augentropfen, sodass der Eingriff schmerzfrei ist.

Welche Risiken hat eine LASIK-Operation?

LASIK gilt als sicheres Verfahren, dennoch können wie bei allen operativen Eingriffen Komplikationen auftreten. Flapassoziierte Risiken umfassen Infektionen, Faltenbildung oder Verschiebung des Hornhautlappens. Eine seltene, aber relevante Komplikation ist die Hornhautektasie mit fortschreitender Ausdünnung der Hornhaut. Häufigere, meist vorübergehende Nebenwirkungen sind trockene Augen (bis zu sechs Monate), erhöhte Lichtempfindlichkeit, leichte Reizungen, Rötungen oder Fremdkörpergefühl. Diese Symptome klingen in den meisten Fällen innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab.

Wie lange dauert die Heilung nach LASIK?

Die initiale Heilung nach LASIK verläuft relativ schnell. Viele Patienten bemerken bereits am nächsten Tag eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe. Die meisten können innerhalb von 1-2 Tagen wieder arbeiten. Vorübergehende Nebenwirkungen wie trockene Augen, Lichtempfindlichkeit oder Fremdkörpergefühl klingen typischerweise innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab. In Einzelfällen können trockene Augen bis zu sechs Monate anhalten. Die vollständige Stabilisierung der Sehkraft kann einige Wochen bis Monate dauern. Regelmäßige Kontrolltermine sind wichtig zur Überwachung des Heilungsverlaufs.

Wie hoch ist die Zufriedenheit nach LASIK?

Die Patientenzufriedenheit nach LASIK ist außerordentlich hoch. Laut einer in der Fachzeitschrift „Ophthalmology“ veröffentlichten Studie liegen die Zufriedenheitsraten bei 95,3 % nach Korrektur von Kurzsichtigkeit und bei 96,3 % nach Korrektur von Weitsichtigkeit, was einer durchschnittlichen Zufriedenheit von 95,4 % entspricht. Die meisten Patienten erreichen eine deutlich verbesserte unkorrigierte Sehschärfe und können auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten. Das individuelle Ergebnis hängt jedoch von der Ausgangsrefraktion, den Hornhautparametern und der chirurgischen Erfahrung ab.

Fazit: LASIK als bewährtes Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit

Die LASIK hat sich seit vielen Jahren als effektives und sicheres Verfahren zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus etabliert. Mit Zufriedenheitsraten von über 95 % zeigt sich, dass die große Mehrheit der Patienten von einer deutlich verbesserten Lebensqualität ohne Brille oder Kontaktlinsen profitiert.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

  • Etabliertes Verfahren: LASIK wird seit vielen Jahren erfolgreich zur Korrektur von Refraktionsfehlern eingesetzt
  • Hohe Zufriedenheit: Über 95 % der Patienten sind mit dem Ergebnis zufrieden
  • Breites Anwendungsspektrum: Behandelt Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus
  • Schneller Eingriff: Die Operation dauert nur wenige Minuten pro Auge und ist schmerzfrei
  • Rasche Erholung: Viele Patienten können bereits nach 1-2 Tagen wieder arbeiten
  • Sicheres Verfahren: Bei sorgfältiger Planung und erfahrenem Operateur ist das Risiko gering
  • Individuelle Eignung: Eine ausführliche Voruntersuchung ist entscheidend für den Erfolg

Ob LASIK für Sie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine umfassende augenärztliche Untersuchung und Beratung durch einen erfahrenen Spezialisten ist unerlässlich. Bei Dr. Vision in Frankfurt bietet Prof. Dr. Mehdi Shajari eine individuelle Diagnostik und Beratung, um gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für Ihre Augen zu finden.

Vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin und erfahren Sie, ob LASIK auch für Sie eine Option ist.

Referenzen

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