Was sind die häufigsten Fragen, die Patienten vor einem Lasereingriff stellen? Und viel wichtiger: Was sind die Antworten dazu? Wir haben Prof. Dr. Mehdi Shajari die 10 häufigsten Fragen zum Thema Augenlasern gestellt, und hier finden Sie die Antworten.
Frage 1: Ist die Laseroperation schmerzhaft?
Verstehe ich total, dass Sie das beschäftigt. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Patienten während der Operation nur minimale Unannehmlichkeiten verspüren. Wir verwenden Betäubungsmittel, damit Sie so gut wie nichts bei der OP spüren.
Während der Operation
Ein wenig Druckgefühl kann es geben, aber Schmerzen während der OP sind sehr untypisch. Die lokale Betäubung mit Tropfen wirkt innerhalb von Sekunden und betäubt die Augenoberfläche vollständig. Sie werden wach sein und alles mitbekommen, aber keine Schmerzen spüren.
Das Druckgefühl, das manche Patienten beschreiben, entsteht, wenn der Lidsperrer eingesetzt wird oder wenn bei LASIK der Saugring aufgesetzt wird. Es ist unangenehm, aber nicht schmerzhaft.
Nach der Operation
Nach der OP hat man meist etwas Fremdkörpergefühl, aber keine echten Schmerzen. Anders sieht es aus nach einer PRK – da kann man schon in den ersten 48 Stunden nach der OP echt Schmerzen haben.
LASIK und SMILE sind in der Regel auch nach der OP jedoch schmerzfrei. Das Fremdkörpergefühl, das die meisten beschreiben, fühlt sich an wie ein Sandkorn im Auge. Es ist lästig, aber mit Tränenersatzmitteln gut zu ertragen.
Frage 2: Wie lange dauert die Genesung?
Das ist eine echt wichtige Frage. Die Erholungszeit kann je nach Art der Operation und individueller Heilungsrate variieren, aber viele Patienten bemerken eine signifikante Verbesserung schon nach wenigen Tagen.
Rückkehr zur Arbeit
Zur Arbeit könnt Sie meistens schon nach so zwei bis drei Tagen wieder gehen, aber natürlich ist dann noch nicht die vollständige Genesung oder das Endergebnis erreicht.
Die verschiedenen Verfahren im Vergleich
Eine Ausnahme ist auch hier wieder die PRK – da sind Sie eine Woche außer Gefecht. LASIK-Patienten erholen sich in der Regel aber schon am schnellsten, so würde ich sagen, innerhalb von ein, zwei Tagen. Und bei SMILE dauert es meistens so zwei, drei Tage, dann ist die Erholung eigentlich abgeschlossen.
Der Genesungsverlauf im Detail:
LASIK:
- Tag 1: Schon deutlich besseres Sehen
- Tag 2-3: Arbeitsfähig
- 1 Woche: Leichte sportliche Aktivitäten möglich
- 2-4 Wochen: Vollständige Heilung
SMILE:
- Tag 1-2: Verschwommenes Sehen
- Tag 3-4: Deutliche Verbesserung, arbeitsfähig
- 1 Woche: Meiste Aktivitäten möglich
- 2-4 Wochen: Vollständige Stabilisierung
PRK:
- Tag 1-3: Schmerzen, sehr verschwommenes Sehen
- Tag 4-7: Langsame Besserung
- 1-2 Wochen: Arbeitsfähig
- 4-12 Wochen: Vollständige Heilung
Frage 3: Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Ja, klar gibt’s die. Aber am Ende operieren wir ja nur gesunde Augen, und wären die Verfahren nicht sehr risikoarm, dann hätten sie sich ja nie durchgesetzt.
Das häufigste Risiko: Trockene Augen
Ein paar Risiken können wir aber trotzdem mal besprechen. Also das wichtigste Risiko, was zu nennen ist, ist eigentlich das trockene Auge. Das haben die meisten Patienten, muss man ehrlicherweise sagen, schon nach der Laseroperation. Das hält auch so drei bis sechs Monate an.
Es macht sich so bemerkbar, indem man so ein Fremdkörpergefühl hat – also dass man denkt, da ist zum Beispiel so ein Sandkorn im Auge drin, obwohl da ja eigentlich tatsächlich nichts ist, sondern einfach nur wegen dem kleinen Schnitt fühlt sich das Auge etwas gereizt an. Entsprechend muss man mehr Tränenersatzmittel nach der OP benutzen, damit das Auge einfach gut befeuchtet ist.
Seltene Komplikationen
Die anderen Probleme, die man nennen muss, aber die deutlich seltener vorkommen, sind Infektion und Vernarbung der Hornhaut. Aber das ist wirklich alles extrem selten.
Risiko-Überblick:
Häufig (>10%):
- Trockene Augen (meist vorübergehend)
- Blendempfindlichkeit (vor allem nachts)
- Halos um Lichtquellen
Gelegentlich (1-10%):
- Über- oder Unterkorrektur
- Sehschwankungen
- Anhaltende trockene Augen
Selten (<1%):
- Infektionen
- Hornhautvernarbung
- Flap-Komplikationen (nur bei LASIK)
- Einschränkungen im Dämmerungssehen
Frage 4: Wie bereite ich mich optimal vor der Operation vor?
Das Wichtigste eigentlich vor der OP ist, dass Sie ausreichend Schlaf haben, weil je ausgeschlafener Sie sind, umso entspannter sind Sie während der OP und umso einfacher läuft die gesamte Laserprozedur ab.
Was Sie vermeiden sollten
Das andere, was Sie vermeiden sollten, ist, sich zu schminken. Das bitte vor der OP unterlassen. Bringen Sie eine Begleitperson mit, und idealerweise ziehen Sie was Bequemes an – am besten auch nicht irgendwie einen Rollkragenpullover oder so was, was Sie dann über den Kopf ziehen müssten, sondern irgendetwas Bequemes, was schön weit ist, idealerweise, und einfach, wo Sie sich drin wohl fühlen.
Die Checkliste für den OP-Tag
Am Tag vor der OP:
- Früh ins Bett gehen
- Kein Alkohol
- Keine Augencremes
- Kontaktlinsen herausnehmen (falls noch nicht geschehen)
Am Tag der OP:
- Gründlich duschen, Gesicht waschen
- Kein Make-up (besonders wichtig: kein Augen-Make-up)
- Keine Parfums oder stark riechende Produkte
- Bequeme, weite Kleidung (keine Rollkragenpullover)
- Leichte Mahlzeit (nicht nüchtern sein)
- Begleitperson organisieren
- Sonnenbrille mitbringen (für nach der OP)
Frage 5: Wann sehe ich das Ergebnis?
Das hängt von der Art der Laserprozedur ab. Bei dem LASIK-Verfahren sehen Sie das Ergebnis am schnellsten – meistens schon innerhalb von ein bis zwei Tagen. Beim SMILE-Verfahren dauert es so zwei bis drei Tage, und bei der PRK kann es auch über eine Woche dauern, bis Sie besser sehen.
Das Endergebnis
Das Endergebnis hat man aber immer erst nach drei Monaten. Bis dahin können noch leichte Schwankungen auftreten. Die Hornhaut muss sich vollständig stabilisieren, und die Nerven müssen sich regenerieren.
Timeline der Sehverbesserung:
LASIK:
- Sofort nach OP: Verschwommen
- Nach 4-6 Stunden: Deutliche Verbesserung
- Nach 1 Tag: 70-80% der Endsehschärfe
- Nach 1 Woche: 90% der Endsehschärfe
- Nach 1-3 Monaten: Endgültiges Ergebnis
SMILE:
- Sofort nach OP: Sehr verschwommen
- Nach 1 Tag: Noch verschwommen
- Nach 2-3 Tagen: Deutliche Verbesserung
- Nach 1 Woche: 80-90% der Endsehschärfe
- Nach 1-3 Monaten: Endgültiges Ergebnis
PRK:
- Erste 3-5 Tage: Sehr schlechtes Sehen
- Nach 1 Woche: Langsame Verbesserung
- Nach 2 Wochen: 50-60% der Endsehschärfe
- Nach 4-6 Wochen: 80% der Endsehschärfe
- Nach 3-6 Monaten: Endgültiges Ergebnis
Frage 6: Wie lange halten die Ergebnisse an?
Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. Je fehlsichtiger Sie sind, umso kürzer halten in der Regel die Ergebnisse an. Das heißt also, wenn jemand nur zwei Dioptrien korrigiert, ist das Ergebnis viel stabiler, als wenn jemand jetzt zehn Dioptrien korrigieren würde.
Die Einflussfaktoren
Dann spielt auch das Alter eine Rolle und die allgemeinen Hornhautbeschaffenheiten. Die meisten Patienten brauchen aber nur eine Laserprozedur im Leben, um brillenfrei zu sein.
Faktoren für die Langzeitstabilität:
Positive Faktoren:
- Geringe Ausgangsfehlsichtigkeit (unter -4 Dioptrien)
- Alter über 25 Jahre (stabilisierte Sehkraft)
- Keine Hornhauterkrankungen
- Gute Hornhautdicke
- Stabile Werte vor der OP
Risikofaktoren für Regression:
- Sehr hohe Fehlsichtigkeit (über -8 Dioptrien)
- Junges Alter (unter 25)
- Instabile Werte vor OP
- Dünne Hornhaut
- Bestimmte Berufe mit Augenbelastung
Die Realität:
- 90-95% der Patienten sind dauerhaft zufrieden
- 5-10% benötigen eventuell eine Nachkorrektur
- Bei den meisten hält das Ergebnis ein Leben lang
- Ab etwa 45 Jahren kommt die Alterssichtigkeit hinzu (das ist keine Regression, sondern ein natürlicher Prozess)
Frage 7: Wie viel kostet das Augenlasern?
Das schwankt jetzt sehr stark, und es gibt mehrere Faktoren, die man dabei berücksichtigen muss. Ich würde sagen, das kann so zwischen 1.000 bis 3.000 Euro variieren, je nachdem, welches Verfahren man einsetzt.
Die Preisunterschiede
PRK ist am günstigsten, LASIK ist so Mittelfeld, und das SMILE Pro-Verfahren ist aktuell das teuerste, was es gibt. Dann spielt es natürlich auch eine Rolle, was für Laser eingesetzt werden – die neueren Laser sind entsprechend teurer – und auch, wer Sie operiert.
Qualität vor Preis
Aber ich würde echt bei einer Augen-OP nicht auf die Kosten schauen. Es geht letztlich um Ihr Augenlicht. Dann lieber auf die OP komplett verzichten, als aufgrund eines niedrigen Preises unnötige Risiken einzugehen. Gute Qualität hat nun mal seinen Preis, und das ist hier nicht anders als in allen anderen Bereichen.
Sie können sich sicher sein: Wenn jemand einen extrem niedrigen Preis ansetzt, dann spart der an der einen oder anderen Stelle.
Wo wird gespart bei Billiganbietern:
- Veraltete Lasertechnologie
- Weniger erfahrene Operateure
- Massenabfertigung statt individueller Betreuung
- Günstigere Materialien
- Eingeschränkte Nachsorge
- Weniger umfangreiche Voruntersuchung
Worauf Sie achten sollten:
- Transparente Preisgestaltung (alle Kosten inklusive)
- Erfahrung des Operateurs
- Moderne Technologie
- Umfassende Vor- und Nachsorge
- Gute Bewertungen und Referenzen
Frage 8: Wird es von der Krankenkasse bezahlt?
Es gibt private Krankenkassen, die bezahlen es teilweise oder sogar gänzlich. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen es aber in der Regel nicht.
Steuerliche Absetzbarkeit
Was aber – sagen wir mal – man kann es häufig steuerlich geltend machen. Ich persönlich kann jetzt nicht so viel Information geben, ich bin noch immer Arzt, aber Ihr Steuerberater kann Sie da bestimmt informieren, und es gibt den einen oder anderen Bereich, den Sie dann anwenden können, damit Sie auch da Geld sparen.
Die Situation im Detail:
Gesetzliche Krankenkassen (GKV):
- Übernehmen in der Regel keine Kosten
- Ausnahmen sind extrem selten
- Auch bei hoher Fehlsichtigkeit meist keine Erstattung
Private Krankenkassen (PKV):
- Unterschiedlich je nach Vertrag
- Manche zahlen teilweise oder ganz
- Vorab Kostenzusage einholen!
- Medizinische Notwendigkeit muss nachgewiesen werden
Steuerliche Absetzbarkeit:
- Als außergewöhnliche Belastung möglich
- Voraussetzung: Medizinische Notwendigkeit
- Alle Belege aufbewahren
- Steuerberater konsultieren
Frage 9: Kann jede Person gelasert werden?
Nein, sicherlich nicht. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, zum Beispiel wie dick Ihre Hornhaut ist oder wie stark Ihre Fehlsichtigkeit ist.
Die Grenzen der Laserbehandlung
Eine Kurzsichtigkeit von über 10 Dioptrien würde ich zum Beispiel nicht mehr mit Laser behandeln. Und bei einer Weitsichtigkeit muss man die Grenzen noch viel enger setzen – meistens ist ja schon so bei drei bis vier Dioptrien Schluss, wenn es um Weitsichtigkeit geht.
Weitere wichtige Faktoren
Dann spielen auch Begleiterkrankungen eine Rolle. Das Auge sollte im Allgemeinen gesund sein, und Ihre Brillenwerte sollten mindestens ein Jahr lang schon stabil geblieben sein.
Kontraindikationen für Augenlasern:
Absolute Ausschlusskriterien:
- Zu dünne Hornhaut (unter 480 µm)
- Instabile Sehwerte
- Keratokonus oder andere Hornhauterkrankungen
- Schwere trockene Augen
- Bestimmte Autoimmunerkrankungen
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Zu junges Alter (unter 18)
Relative Ausschlusskriterien:
- Sehr hohe Fehlsichtigkeit (über -10 bzw. +4 Dioptrien)
- Große Pupillen
- Sehr flache oder steile Hornhaut
- Beginnender Grauer Star
- Netzhauterkrankungen
Die anatomische Erklärung
Gucken wir uns das Ganze noch mal kurz hier an, wie das Ganze denn eigentlich aussieht, wenn man eine Behandlung durchführt, und warum wir da begrenzt sind, was die Behandlungsoptionen angeht.
Ich habe gesagt gehabt – also zum Beispiel bei der Weitsichtigkeit: Da müssen wir quasi die peripheren Bereiche der Hornhaut lasern, und das würde dann so aussehen: Also da, wo ich gerade rot eingemalt habe, da würden wir jetzt weglasern, damit wir künstlich die Hornhaut etwas aufsteilen. Das sieht dann so aus, als hätten wir die Hornhaut hier in diesem Bereich aufgesteilt.
Und das macht die ganze Sache natürlich extrem schwer, weil A: der Abtrag ist nicht so einfach auszuwählen, und B: die Zentrierung ist super sensibel. Weil wenn man hier die Weitsichtigkeit behandelt, müssen wir echt drauf achten, dass der Bereich, der gelasert wird, am Ende echt trotzdem ein zentrales Ergebnis – also eine zentrale Aufsteilung – hergibt.
Kurzsichtigkeit ist einfacher
Bei der Kurzsichtigkeit ist das Ganze deutlich unkomplizierter, weil da müssen wir eigentlich nur die ganze Sache glatt lasern. Das heißt also, wir gehen einfach hier rein und lasern hier einmal komplett die ganze Sache ab. Und dadurch, dass wir die Krümmung dann der Hornhaut reduzieren, flachen wir die Hornhaut ab und entsprechend reduzieren wir die Brechkraft damit.
Also da ist es deutlich angenehmer und unkomplizierter, und dementsprechend haben wir auch mehr Puffer, was den Abtrag angeht. Das heißt, wir können echt so bis zu acht Dioptrien – mehr gehe ich meistens nicht bei meinen Patienten – bis zu acht Dioptrien könnt Sie schon gehen.
Alternativen bei hoher Fehlsichtigkeit
Wenn Sie eine stärkere Kurzsichtigkeit haben, dann müssen wir ein anderes Verfahren einsetzen. Dann tun wir zum Beispiel lieber eine Linse hinter der Iris, vor Ihrer natürlichen Linse einsetzen. Das heißt, es kommt so in diesem Bereich. Das ist das sogenannte ICL-Verfahren – also Fake-Linse wird hier eingebaut, die kommt vor Ihrer natürlichen Linse zu liegen und kann auch sehr starke Fehlsichtigkeiten korrigieren.
Dazu habe ich Ihnen noch ein extra Video gemacht, das können Sie sich gerne mal anschauen.
Frage 10: Wie lange dauert das Lasern eigentlich?
Die ganze Prozedur dauert für beide Augen so circa 20 Minuten. Das Lasern selbst dauert aber nur wenige Sekunden.
Der Ablauf im Detail
Also es gibt wirklich einen ganz kleinen Abschnitt, wo Sie quasi konzentriert sind, wo Sie in das Licht schauen müssen. Den Rest mache entweder ich oder der Laser selbst.
Der Zeitplan:
Vorbereitung (5-10 Minuten):
- Letzte Kontrolle
- Betäubungstropfen
- Positionierung auf der Liege
- Desinfektion
Pro Auge (5-10 Minuten):
- Lidsperrer einsetzen
- Bei LASIK: Flap erstellen (1 Minute)
- Positionierung des Lasers
- Eigentliche Laserbehandlung (20-60 Sekunden!)
- Bei LASIK: Flap zurückklappen
- Spülung und Kontrolle
Nachkontrolle (5 Minuten):
- Überprüfung beider Augen
- Erste Anweisungen
- Schutzbrille aufsetzen
Die eigentliche Laserbehandlung, bei der das Gewebe abgetragen wird, dauert je nach Fehlsichtigkeit oft nur 20-60 Sekunden pro Auge. Der Rest ist Vorbereitung und Sicherheitschecks.
Und hier ist das Video falls Sie sich das anschauen wollen:
FAQ – Häufig gestellte Fragen – Zusammengefasst
Tut Augenlasern weh?
Während der Operation: Nein, dank Betäubungstropfen spüren Sie nur leichten Druck, keine Schmerzen. Nach der OP: Bei LASIK und SMILE nur Fremdkörpergefühl, bei PRK können in den ersten 48 Stunden echte Schmerzen auftreten. Die meisten Patienten sind überrascht, wie schmerzfrei der Eingriff verläuft. Das unangenehme Gefühl danach lässt sich mit Tropfen und Gels gut behandeln.
Wie lange ist die Erholungszeit?
Die Erholungszeit variiert je nach Verfahren: LASIK ermöglicht meist schon nach 1-2 Tagen die Rückkehr zur Arbeit, SMILE nach 2-3 Tagen. Bei PRK müssen Sie mit etwa einer Woche rechnen, in der Sie eingeschränkt sind. Das endgültige Ergebnis zeigt sich aber bei allen Verfahren erst nach etwa drei Monaten, wenn die Hornhaut vollständig stabilisiert ist.
Welche Risiken gibt es beim Augenlasern?
Das häufigste Risiko sind trockene Augen, die 3-6 Monate anhalten können. Dies betrifft die meisten Patienten in unterschiedlichem Ausmaß. Seltene Komplikationen wie Infektionen oder Hornhautvernarbungen sind extrem selten (unter 1%). Moderne Verfahren wie SMILE haben weniger Risiken als ältere Methoden. Wichtig ist die Behandlung durch einen erfahrenen Spezialisten mit modernster Technologie.
Was kostet Augenlasern und zahlt die Krankenkasse?
Die Kosten liegen zwischen 1.000 und 3.000 Euro pro Auge, abhängig vom Verfahren (PRK am günstigsten, SMILE Pro am teuersten), der verwendeten Technologie und der Erfahrung des Operateurs. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, private Krankenversicherungen teilweise – hier sollten Sie vorab eine Kostenzusage einholen. Eine steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung ist oft möglich. Wichtig: Sparen Sie nicht am falschen Ende – Qualität und Erfahrung sind bei Augenoperationen entscheidend.
Bin ich für Augenlasern geeignet?
Die Eignung hängt von mehreren Faktoren ab: Hornhautdicke (mindestens 480 µm), Stärke der Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit bis ca. -8 bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 bis +4 Dioptrien), Stabilität der Sehwerte (mindestens ein Jahr), allgemeine Augengesundheit und Alter (mindestens 18 Jahre). Bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten oder zu dünner Hornhaut sind alternative Verfahren wie ICL oder ein refraktiver Linsenaustausch oft die bessere Wahl. Eine gründliche Voruntersuchung ist unerlässlich.
Fazit: Gut informiert zur richtigen Entscheidung
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst
Schmerzen:
- Während OP: Keine Schmerzen, nur leichter Druck
- Nach OP: Fremdkörpergefühl bei LASIK/SMILE, Schmerzen bei PRK
Genesung:
- LASIK: 1-2 Tage
- SMILE: 2-3 Tage
- PRK: 1 Woche
- Endergebnis: 3 Monate bei allen Verfahren
Risiken:
- Häufig: Trockene Augen (vorübergehend)
- Selten: Infektionen, Vernarbungen (unter 1%)
- Sehr sicher bei erfahrenem Operateur
Vorbereitung:
- Ausreichend Schlaf
- Kein Make-up
- Bequeme Kleidung
- Begleitperson organisieren
Ergebnisse:
- LASIK: Nach 1-2 Tagen sichtbar
- SMILE: Nach 2-3 Tagen sichtbar
- PRK: Nach 1 Woche
- Langzeitstabilität: Bei den meisten lebenslang
Kosten:
- 1.000-3.000 Euro pro Auge
- GKV zahlt nicht
- PKV teilweise
- Steuerlich absetzbar
Eignung:
- Abhängig von vielen Faktoren
- Nicht alle sind geeignet
- Gründliche Voruntersuchung nötig
- Alternativen bei hoher Fehlsichtigkeit
Dauer:
- Gesamte Prozedur: 20 Minuten für beide Augen
- Eigentliches Lasern: 20-60 Sekunden pro Auge