Was ist LASIK und für wen ist das Verfahren geeignet?

Prof. Dr. Mehdi Shajari

Prof. Dr. Mehdi Shajari

Über 10.000+ Augenoperationen | Mehrfach als Focus-Top-Mediziner ausgezeichnet

Veröffentlicht am Februar 4, 2026


LASIK zwischen etabliertem Standard und individuellen Voraussetzungen 

Die LASIK-Behandlung zählt heute zu den am häufigsten angewendeten Verfahren der refraktiven Chirurgie zur Korrektur von Fehlsichtigkeit. Gleichzeitig wird LASIK häufig nur vereinfacht dargestellt. Es ist oft unklar, wie genau LASIK wirklich funktioniert, für wen es geeignet ist und was realistisch erwartet werden kann.

Der Artikel richtet sich an alle Personen, die sich grundlegend über LASIK informieren und prüfen möchten, ob eine LASIK-Behandlung für sie in Frage kommen kann.

Sie erhalten eine sachliche Einordnung der Thematik auf Basis medizinischer Prinzipien und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

💡 Was ist LASIK?

LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) bezeichnet ein Augenlaserverfahren, bei dem die Hornhaut gezielt geformt wird, um Fehlsichtigkeit wie Kurz-, Weit- oder Hornhautverkrümmung auszugleichen. Das Ziel ist es, den Fokus des einfallenden Lichts so zu korrigieren, dass ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht.

📋 Merkbox

  • LASIK ist ein etabliertes Augenlaserverfahren, bei dem die Hornhaut gezielt geformt wird, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
  • Geeignet ist LASIK für alle Personen, deren Augen und Hornhaut bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllen.

Wie funktioniert LASIK?

LASIK formt die Hornhaut so, dass Licht wieder exakt auf der Netzhaut fokussiert wird.

Was ist die Hornhaut und welche Bedeutung hat sie?

Die Hornhaut ist für etwa zwei Drittel der gesamten Lichtbrechkraft des Auges verantwortlich. Man kann sich das Auge dabei wie eine Kamera vorstellen:

  • Vorne sitzt die „Kameralinse“, bestehend aus Hornhaut (in der Abbildung als Cornea bezeichnet) und natürliche Augenlinse (Lens)
  • Dahinter sitzt die Netzhaut (Retina) als „Sensor“.

Stimmt die Brechkraft nicht, entsteht ein unscharfes Bild. Bereits minimale Veränderungen können die Sehschärfe deutlich beeinflussen.

Genau hier setzt LASIK an: Die Hornhaut wird so geformt, dass einfallendes Licht wieder exakt auf der Netzhaut fokussiert wird.

Wie läuft eine LASIK ab?

Eine LASIK erfolgt in drei wesentlichen Schritten und es kommen zwei verschiedene Laser zum Einsatz:

  • Schritt 1: Mit einem Femtosekundenlaser wird ein kleiner Schnitt in der Hornhaut gemacht und diese in der Mitte aufgeklappt, sodass ein sogenannter „Flap“ entsteht.
  • Schritt 2: Mit einem Excimerlaser wird das darunter liegende Hornhautgewebe fein abgetragen.
  • Schritt 3: Daraufhin wird der Flap wieder zurückgeklappt und verheilt von selbst, ohne dass eine Naht notwendig ist.

In der klassischen Variante kann der Schnitt (Schritt 1) auch mechanisch erfolgen, jedoch wird durch den Einsatz eines Lasers das Komplikationsrisiko minimiert.

Welche Besonderheiten haben die verwendeten Laser?

Bei LASIK kommen speziell entwickelte medizinische Laser zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um:

  • Hochgebündeltes Licht, statt um ein mechanisches Werkzeug
  • Eine kontaktlose Anwendung
  • keine Hitzeverbrennung
  • präzise Steuerung auf Basis der Voruntersuchung

Wie lange dauert LASIK und wann sieht man erste Ergebnisse?

Eine LASIK dauert nur etwa 20 Minuten für beide Augen. Der gesamte Aufenthalt in der Praxis inklusive Vor- und Nachbereitung dauert meist etwa ein bis zwei Stunden. Viele Patientinnen und Patienten bemerken bereits innerhalb der ersten Stunden oder am Folgetag eine deutliche Verbesserung ihrer Sehschärfe.

Welche Refraktionsfehler kann LASIK korrigieren?

Die LASIK-Chirurgie eignet sich zur Korrektur von Kurz- und Weitsichtigkeit und von Hornhautverkrümmungen.

  • Kurzsichtigkeit (Myopie): Der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut. Entfernte Objekte erscheinen unscharf.
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie): Der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut. Nahes Sehen ist häufig anstrengend.
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): Die Hornhaut ist ungleichmäßig gekrümmt. Das Bild wirkt verzerrt oder unscharf.

Für wen ist eine LASIK geeignet?

LASIK kann für Erwachsene geeignet sein, bei denen bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sind und die sich eine reduzierte Abhängigkeit von ihrer Sehhilfe im Alltag wünschen.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen:

  • Eine stabile Sehstärke über einen längeren Zeitraum
  • Eine ausreichende Hornhautdicke
  • Gesunde Augen ohne relevante Vorerkrankungen
  • Realistische Erwartungen an das Ergebnis

Die endgültige Entscheidung erfolgt immer nach einer ausführlichen augenärztlichen Voruntersuchung.

Für wen ist LASIK eher nicht geeignet?

LASIK ist nicht für jede Person sinnvoll und bestimmte Lebensumstände können gegen eine Durchführung des Verfahrens sprechen.

Gründe gegen eine LASIK-Behandlung können sein:

  • Das Vorliegen bestimmter Hornhauterkrankungen (z. B. Keratokonus).
  • Ausgeprägtes trockenes Auge
  • instabile Sehstärke
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • fortgeschrittene Alterssichtigkeit
  • Das Ausüben von Kontaktsport, da dort starke Scherkräfte auf das Auge wirken und das Risiko besteht, dass der erzeugte Flap reißt.

In solchen Fällen können andere Verfahren oder konservative Lösungen geeigneter sein.

Was kann LASIK nicht?

  • Heilt keine Augenerkrankungen wie Grauen Star.
  • Verhindert keine altersbedingten Veränderungen des Auges.
  • Garantiert kein lebenslanges perfektes Sehen.

Auch nach einer erfolgreichen LASIK-Behandlung kann sich die Sehkraft im Laufe des Lebens verändern, etwa durch Alterssichtigkeit. Die Ursache solcher Veränderungen liegt in der natürlichen Veränderung der Augenlinse, die durch LASIK nicht beeinflusst wird.

Welche Risiken und Nebenwirkungen bestehen?

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei LASIK Risiken und es können Nebenwirkungen auftreten. Welche Nebenwirkungen häufig auftreten und welche Symptome eine Abklärung mit dem Facharzt bedürfen, sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:

Häufige NebenwirkungBitte abklären, falls..
trockene AugenStarke oder zunehmende Schmerzen auftreten
erhöhte Blendeempfindlichkeit oder LichthöfeEine anhaltende Sehverschlechterung erfolgt
schwankende Sehschärfe in der HeilungsphaseDeutliche Entzündungssymptome auftreten

Ergebnisse und Zufriedenheit

Weltweit wurden bereits Millionen Augen mit der LASIK-Methode behandelt. Ein Großteil der Patientinnen und Patienten erzielt eine deutlich verbesserte unkorrigierte Sehschärfe, in Studien werden Zufriedenheitsraten von über 95 % erzielt. Bei geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten ist LASIK ein etabliertes Verfahren mit hoher Erfolgsrate.

Das individuelle Ergebnis hängt jedoch von verschiedenen Ausgangsparametern ab.

Checkliste: Was ist nach einer LASIK wichtig?

  • Nicht am Auge reiben
  • Verordnete Augentropfen konsequent anwenden
  • In den ersten Tagen einen Augenschutz tragen
  • Sauna, Schwimmen, Whirlpool ca. 4 Wochen meiden
  • Kontrolltermine zuverlässig wahrnehmen

Hilfreiche Videos zu LASIK


FAQ – Häufig gestellte Fragen zu LASIK

Spürt man den Laser während der LASIK?

Während der Behandlung wird das Auge mit betäubenden Augentropfen unempfindlich gemacht. Die meisten Patientinnen und Patienten können ein Druckgefühl oder Licht wahrnehmen, aber in der Regel keine Schmerzen. Die Betäubungstropfen wirken lokal auf der Hornhautoberfläche und machen diese vollständig unempfindlich. Sie spüren möglicherweise einen leichten Druck, wenn der Lidsperrer eingesetzt wird oder wenn bei der Flap-Erstellung ein Saugring platziert wird. Der Laser selbst ist jedoch völlig schmerzfrei. Die gesamte Behandlung dauert nur etwa 10-15 Minuten pro Auge. Nach dem Eingriff lässt die Betäubung allmählich nach, und es kann in den ersten Stunden ein leichtes Brennen oder Fremdkörpergefühl auftreten, das aber mit befeuchtenden Augentropfen gut behandelbar ist.

Wie schnell verbessert sich die Sehkraft nach LASIK?

Oft zeigt sich bereits innerhalb der ersten Stunden oder am Folgetag eine deutliche Sehverbesserung. In den ersten Tagen kann die Sehschärfe noch schwanken, bevor sie sich normalerweise stabilisiert. Viele Patienten berichten, dass sie bereits am Tag nach der Operation eine funktionale Sehkraft von 70-80% erreichen. Die vollständige Stabilisierung der Sehschärfe kann jedoch einige Wochen dauern. In den ersten Tagen nach der LASIK ist es normal, dass die Sehschärfe zwischen morgens und abends variiert oder dass Sie bei bestimmten Lichtverhältnissen besser oder schlechter sehen. Diese Schwankungen sind Teil des Heilungsprozesses und kein Grund zur Sorge. Nach etwa 1-2 Wochen sollte die Sehkraft weitgehend stabil sein, die endgültige Feinabstimmung kann bis zu 3 Monate dauern.

Ist das Ergebnis einer LASIK dauerhaft?

Die durch LASIK veränderte Hornhaut bleibt dauerhaft in ihrer neuen Form. Dennoch kann sich die Sehkraft im Laufe des Lebens verändern, etwa durch Alterssichtigkeit. Die Laserbehandlung formt die Hornhaut dauerhaft um, und diese Veränderung ist stabil. Das bedeutet: Die Korrektur Ihrer Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit bleibt bestehen. Allerdings können natürliche Veränderungen des Auges im Laufe des Lebens auftreten, die nicht durch LASIK verhindert werden. Die häufigste ist die Alterssichtigkeit (Presbyopie), die etwa ab dem 45. Lebensjahr einsetzt und durch die zunehmende Versteifung der natürlichen Augenlinse verursacht wird. In diesem Fall benötigen auch Menschen mit erfolgreicher LASIK eine Lesebrille. Sehr selten kann es auch zu einer leichten Regression kommen, bei der sich die Sehkraft minimal verschlechtert – in diesem Fall ist oft eine Nachkorrektur möglich.

Kann jede Person mit Fehlsichtigkeit LASIK durchführen lassen?

Nein, nicht jede Person ist für LASIK geeignet. Die Eignung hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Stabilität der Sehstärke und der allgemeinen Augengesundheit. Wichtige Ausschlusskriterien sind: zu dünne Hornhaut (unter 480-500 µm Restdicke nach der Behandlung), instabile Sehwerte (Schwankungen von mehr als 0,5 Dioptrien im letzten Jahr), Hornhauterkrankungen wie Keratokonus, schwere trockene Augen, bestimmte Autoimmunerkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit, und sehr hohe Dioptrienwerte (über +6 oder unter -10 Dioptrien). Auch das Alter spielt eine Rolle: LASIK wird in der Regel erst ab 18 Jahren empfohlen, wenn das Augenwachstum abgeschlossen ist. Bei Dr. Vision führen wir eine umfassende Voruntersuchung durch, um Ihre individuelle Eignung zu prüfen. Etwa 90-95% der Interessenten sind grundsätzlich für eine Form der Laserbehandlung geeignet.

Was passiert, wenn LASIK für mich nicht geeignet ist?

Wenn LASIK nicht empfohlen wird, können andere Augenlaser-Verfahren sinnvoll sein. Welche Option infrage kommt, wird im Rahmen der augenärztlichen Beratung geklärt. Alternative Verfahren umfassen: ReLEx SMILE (besonders geeignet bei leicht trockenen Augen oder dünner Hornhaut), PRK/TransPRK (Oberflächenbehandlung ohne Flap, ideal für Kontaktsportler), ICL (Implantierbare Kontaktlinse bei sehr hohen Dioptrienwerten oder zu dünner Hornhaut), Refraktiver Linsentausch (bei fortgeschrittener Alterssichtigkeit oder sehr hohen Werten), oder Presbyond (Laser-Blended Vision bei beginnender Alterssichtigkeit). Prof. Dr. Shajari wird in der Voruntersuchung genau prüfen, welches Verfahren für Ihre individuellen Voraussetzungen am besten geeignet ist. In seltenen Fällen, wenn keine Laserbehandlung möglich ist, bleiben Brille oder Kontaktlinsen die sicherste Option.

Wie lange hält der Flap nach einer LASIK?

Der Flap verheilt innerhalb weniger Tage und ist nach etwa 3-6 Monaten vollständig mit der darunterliegenden Hornhaut verwachsen. Allerdings bleibt die Schnittkante des Flaps lebenslang eine strukturelle Schwachstelle. Dies ist normalerweise kein Problem im Alltag, aber bei sehr starken mechanischen Einwirkungen (schwere Schläge, Unfälle) besteht theoretisch ein minimales Risiko, dass sich der Flap verschiebt. Aus diesem Grund wird Personen, die professionell Kontaktsport betreiben (Boxen, Kampfsport), eher zu Verfahren ohne Flap geraten (PRK oder SMILE). Für den normalen Alltag, einschließlich Sport, Schwimmen und körperlicher Aktivität, ist der verheilte Flap jedoch absolut stabil und sicher. Nach den ersten 4 Wochen können Sie alle normalen Aktivitäten ohne Einschränkungen wieder aufnehmen.


Bei dr.vision führt Prof. Dr. Mehdi Shajari LASIK-Behandlungen mit modernster Technologie durch. Vereinbaren Sie einen Termin für eine umfassende Voruntersuchung und persönliche Beratung.

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